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Mobbing, Demütigung, Liebesentzug: Opfer emotionaler Gewalt werden oft depressiv und leiden unter Angststörungen.

Emotionale Gewalt hat körperliche Folgen

Schlimm daran ist: Ihre Folgen sind nach außen zunächst nicht sichtbar. Dabei ist seelische Gewalt nichts anderes als körperliche. Beides wird in denselben Regionen des Gehirns verarbeitet. Stresshormone werden vermehrt ausgeschüttet. Die Schmerzschwelle ist niedriger, und die Immunabwehr ist geschwächt – was wiederum häufig zu erhöhten Entzündungswerten im Körper führt und daraus resultierend zu Herzkreislauferkrankungen.

Nicht selten werden die Betroffenen depressiv, leiden unter Angststörungen. Bei Kindern etwa, die dauerhaft emotional vernachlässigt werden, entwickelt sich weniger Hirnsubtanz. Kein Wunder also, das Werner Bartens so einen drastischen Titel für sein Buch gewählt hat: „Emotionale Gewalt“ – allein dafür muss man dieses Buch loben. Denn es macht mehr als deutlich, was vorsätzliches, destruktives Verhalten auslöst.

Dafür hat Werner Bartens weiträumig recherchiert; er spricht mit Opfern, lässt Wissenschaftler zu Wort kommen, zitiert Studien und Bücher. Und macht so klar: Der Mensch sehnt sich in jeder Lebenslage nach Kausalität. Er will verstehen, was mit ihm passiert – auch wenn es negativ ist. Wird dieses Bedürfnis missachtet, ist es schlimm. Was die Macht von Mobbern erschreckend einfach erklärt. Opfern empfiehlt der Autor, gelassen und achtsam auf deren Bösartigkeiten zu reagieren. So hält man Täter auf Abstand. Werner Bartens nennt das „Selbstwirksamkeit“. Und falls das nicht hilft, rät er zum Abbruch der Beziehung. „Wenn du es nicht verändern kannst, lass es sein.“

Auszug aus dem Buch von Werner Bartens: „Emotionale Gewalt“

Beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben gibt es ein Hilfetelefon 08000 116 016, welches an 365 Tagen besetzt ist. Das können wir nicht leisten. Jedoch für die neue Zukunft ohne Gewalt sind wir für Sie da.

Emotionale Gewalt